Die Hindus sehen die Welt als einen Kreis, der mehrere konzentrische Lagen von Meer, Kontinenten, Himmel und Hölle umschließt. Vier Prinzipien regeln dieses System.
Eines dieser Prinzipien ist Brahman.
Brahman bedeutet soviel wie Gebet oder heiliges Wissen. Es gibt zwei verschiedene Konzepte des Brahman:
Das Brahman mit Eigenschaften, das Saguna-Brahman. Dieses Brahman dient zur Verehrung, es wird mit Eigenschaften ausgestattet und sozusagen personifiziert, so findet das einfache Volk leichter einen Zugang zu ihm.
Das Nirguna-Brahman, das Brahman ohne Eigenschaften. Es ist das höchste Bewusstsein (cit) und völlig eigenschaftslos.
Brahman ist geschlechtslos, oft findet man es mit "tat" benannt, was soviel heißt wie "DAS" oder "ES". Das Göttliche wird im Hinduismus zusammengesetzt aus den drei Bestandteilen sat (Sein), cit (Bewusstsein) und ananda (Seligkeit).
Brahman ist die Unendlichkeit, das Allgegenwärtige, die Schöpfung, die Erhaltung und die Zerstörung. Brahman ist das Eine und die Seele eines jeden Menschen ist ein Teil des Brahman oder zumindest dem Brahman ähnlich. Brahman wird als "kosmische Energie", als das "nicht in Worte fassbare" oder das "Absolute" bezeichnet. Es ist omnipräsent und allen Dingen der Welt liegt es zugrunde oder besser gesagt es ist der Urgrund und Träger aller Dinge der Welt. In diesem Sinne ist auch das Abwenden von weltlichen Dingen eines Sanyasi (Bettler, der sich von allem losgesagt hat um durch innere Einkehr den Weg zur Erleuchtung zu gehen) zu verstehen.

Brahman ist jedoch nicht das alleinige Göttliche, denn das Göttliche ist sowohl größer als das Größte als auch kleiner als das Kleinste.









