Das Wort Veda bedeutet "Wissen", gemeint ist ein göttliches oder spirituelles Wissen. Die Veden sind kein einzelnes literarisches Werk sondern ein Sammlung von Schriften, wobei sie erst sehr lange nach ihrer Entstehung in eine schriftliche Form gebracht worden sind. Zunächst wurden die Veden mündlich überliefert. Das kontinuierliche Auswendiglernen der Veden gilt als einer der möglichen Wege zur Erlösung . Es gibt vier verschiedene Kategorien der Veden:
den Rigveda, dies ist der Veda der Verse
den Samaveda, Der Veda der Lieder
den Yajurveda, der Veda der Opfersprüche und
den Atharvaveda, der Veda der mystischen Praktiken
Die Rig-Veda sind die ältesten Veden. Alle Veden sind in vier Teile geteilt: Mantras (Verse oder Lieder, die während Ritualen gesungen werden), Brahmanas (Erklärungen der Mantras), Aranyakas (Reflexionen über die Bedeutung der Mantras) und die Upanishaden. Dies sind philosophische, poetische, mystische Meditationen über das Wesen des Seins, Atman, Brahman und das Universum.
Man findet im Hinduismus eine Vielzahl von Göttern, welche Deifikationen, zum Einen von Naturkräften und zum Anderen von psychischen Eigenschaften oder aber Dingen wie z.B. Liebe sind. Diese Vielheit der Götter darf aber nicht als Polytheismus verstanden werden, immer wenn ein Gläubiger eine bestimmte Erscheinung des Einen bevorzugt, lässt er die anderen als weitere Formen des Einen weiterhin gelten. Die unterschiedlichen Gottesbilder stehen nicht in Konkurrenz zueinander sondern sind vielmehr als unterschiedliche Facetten des göttlichen Einen zu verstehen, die jeweils benannt und somit personifiziert worden sind.

Das es hier zu keinen Verwechslungen mit dem Einen kommen kann wird auch dadurch deutlich, dass die Götter in den Kreislauf der Wiedergeburten einbezogen sind. So ist z.B. Buddha im Hinduismus die 7. Inkarnation des Vishnu, des Gottes der Erhaltung.
In den Veden werden die vielen Götter als Diener des höchsten Gottes (Ishwara) beschrieben. Auch hier muss wieder darauf hingewiesen werden, dass nicht ohne weiteres von einem Polytheismus ausgegangen werden darf, obwohl fraglos mehrere Götter angebetet und verehrt werden; denn allen liegt ein Ziel zugrunde, die Erlösung, die Erleuchtung, das Nirwana oder aber wie die Inder sagen das Moksha. Ganz gleich auf welchem Weg man zu ihm gelangen mag.









