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Der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele ist eng verbunden mit dem Glauben an die Erlösung. Jeder Hindu glaubt, dass der Weg den er beschreitet einer der möglichen Wege zur Erlösung ist. Dabei geht ein gläubiger Hindu von einem unsterblichen Kern in sich aus, den er über den Tod hinaus tragen wird.

Die Kette der Wiedergeburt kann dann durchbrochen werden, wenn der ethische Teil des Karma zur Wirkung kommt. Das Karma kann den Menschen an die Welt binden und ihn von der Welt befreien, je nachdem, wie ethisch/moralisch rein und sauber es ist. Ähnlich wie im Buddhismus geht der Hinduismus davon aus, dass ein reines Karma, welches keinen Schatten mehr wirft, die menschliche Seele ins Nirwana übertreten lässt, wodurch die Kette der Wiedergeburt durchbrochen wird.

Hindu in Nepal

Der Hinduismus geht von einer Wesensverwandtschaft zwischen der göttlichen und der menschlichen Seele aus. Wie tief dieser Glaube verinnerlicht ist kann man schon an dem indischen Gruß erkennen. Das indische Grußwort "Namaste", bedeutet soviel wie: "Der Gott in mir grüßt den Gott in dir".

Es ist den Hindus untersagt missionarische Tätigkeiten auszuführen, sie tolerieren jede Art von Glaube und Religiosität. Jeder Hindu darf zwar der Überzeugung sein, dass er sich selbst auf dem rechten Erlösungsweg befindet, jedoch darf er niemals den Weg eines anderen anzweifeln, dies würde seiner Religion gemäß Gotteslästerung bedeuten. Jeder hat einen eigenen, individuellen Weg und jeder Weg hat dieselbe Berechtigung.

Der Glaube an die Veden wird bei den Hindus als selbstverständlich vorausgesetzt.