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MOKSCHA

Das letzte regelnde Prinzip: Mokscha.

Mokscha ist die Befreiung vom Karma, also von Tod, Zerfall, Ärger, Begierde und Maya. Diese Befreiung wird durch Einsicht und durch die Loslösung von menschlichem Vergnügen erlangt. Der Hindu soll erkennen, dass das Selbst gar nicht existiert und dass die Wirklichkeit die Einheit mit dem Brahman ist. Er soll nicht "tun" sondern "sein". Diese Erkenntnis kann auf drei Wegen erlangt werden:

  1. den weltlichen Weg, durch Tat und Ritual

  2. den Weg der Entsagung, durch Erkenntnis und Meditation

  3. Den Mittelweg, durch Hingabe

Hinduistischer Tempel in Bedugul, Bali

Es zeigt sich, wie breit die Möglichkeiten eines Hindus sind den Weg der Erlösung zu finden, denn das Ergebnis des Erkennens des Urgrundes allen Seins ist sowohl über das Erkennen des eigenen "Selbst" als auch über das Erkennen des "Ganzen" möglich, da sie identisch sind. Mit der Erkenntnis des Ganzen ist jedoch keineswegs eine Erkenntnis der Dinge der Welt im materiellen Sinne gemeint, die Hinwendung zur materiellen Welt als Erlösungsweg ist ausgeschlossen. Der Hindu geht davon aus, dass die Kraft zur Erkenntnis in jedem Menschen verborgen liegt.